Kultur

Hilfsplattform für Künstler

Redaktion · 03.08.2020

Lelie Cristea und Albert Lau. Foto: B.o.B./Riverside Studios

Lelie Cristea und Albert Lau. Foto: B.o.B./Riverside Studios

Die Hilfsplattform für Künstler „B.o.B. – Berühren ohne Berührung“ bringt einzigartige Konzerte online in Ihr Wohnzimmer - live und zum Nachhören!

Corona trifft gerade die Kulturbranche hart. Infolge der strengen Kontaktbeschränkungen bleiben viele Veranstaltungen bis auf Weiteres untersagt. Damit fallen Auftrittsmöglichkeiten und damit wichtige Einnahmen ersatzlos weg. Das „B.o.B. – Berühren ohne Berührung“ Projekt ist eine online Hilfsplattform für Künstler. Sie bietet vor allem Kölner Künstlern die Möglichkeit ein breites Publikum weiterhin zu erreichen. Wöchentlich können Sie auf Youtube oder Facebook Konzerte live mitverfolgen. Die Konzertmitschnitte bleiben auch im Nachhinein online und können so auch später noch angesehen werden.

Die Genres reichen von Pop über Klassik, Jazz und Weltmusik bis hin zu Kabarett. Auch der Auftritt von Künstlern mit kölschem Lokalkolorit ist geplant. Wolfgang Niedecken und die Bläck Fööss haben ihre Teilnahme bereits angeboten.

Mehr Informationen auf der Webseite

 

Zum Nachhören
B.o.B. Berühren ohne Berührung, Vol. 15 mit Lelie Cristea und Albert Lau
Moderation: Emily Whigham

Das Programm ist sehr spanisch und lateinamerikanisch geprägt. „Estrellita“ heißt eine Komposition von Manuel Ponce arrangiert für Geige und Klavier von dem berühmten Geiger Jascha Heifetz für sein Konzert 1923 in Mexico City.
„Pièce en forme de Habañera“ von Maurice Ravel wurde ursprünglich für Gesang und Klavier komponiert. Man hört die Sinnlichkeit  und Sensualität wie in der berühmten „Habañera“ in "Carmen" von Bizet. 
„Siete Canciones Populares Españolas“ von Manuel de Falla. Aus diesen "Sieben Gesängen" ist eine Suite mit sechs Sätzen für Geige arrangiert worden, die sich besonders durch die virtuosen Passagen für die Geige auszeichnet.
„Ausencias“  ("Abwesenheit") von Astor Piazzolla ist ein melancholisches und lyrisches Stück. „Cantabile” (“Singbar”) heißt ein einfühlsam-romantisches Stück, das der italienische “Teufelsgeigers“ Niccolò Paganini 1922 für Geige und Klavier komponierte.
„Love theme from ‚El Cid’“ von Miklós Rózsa ist die epische und monumentale Musik zu dem Abenteuer- und Historienfilm "El Cid" aus dem Jahr 1961.
"L'Origine Nascosta“ wurde von dem italienischen Komponisten Ludovico Einaudi für die französischen Filmkomödie „Ziemlich beste Freunde“ komponiert.
„Oblivion“ ("Vergessenheit") von Astor Piazzolla ist sehr nostalgisch aber voller Leidenschaft.
„Libertango“ von Astor Piazzolla gehört zu einem seiner beliebtesten und bekanntesten Tangos.

Lelie Cristea hat rumänische Wurzeln, lebt heute in Köln und entstammt einer Musikerfamilie. Sie trat bereits mit namhaften Orchestern als Solistin auf und begann ihre Hochschullaufbahn mit dem Jungstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Liviu Casleanu. Es folgten ein Studium bei Prof. Mintcho Mintchev an der Folkwang Universität der Künste, Kammermusikunterricht bei Prof. Andreas Reiner. Meisterkurse bei Prof. Stefan Gheorgiu, Vadim Gluzman, Prof. Pavel Vernikov und Prof. Ingolf Turban gaben zusätzliche Impulse.

Albert Lau wurde in Hong Kong geboren und lebt seit Ende 2016 in Köln. Er tritt international als Solopianist wie auch als Kammermusiker auf. 2018 wurde er von Steinway & Sons zum „Young Steinway Artist“ ernannt. Die klassische Klavierausbildung begann Albert Lau in Hong Kong unter Josephine Cheung. Bei Emile Naoumoff, an der Indiana Universität in den USA, erreichte er seinen Bachelor of Music mit Auszeichnung. An der Royal Academy of Music in London absolvierte er den Master of Music. Außerdem erhielt er renommierte Musikpreise an der Royal Academy of Music in London und weiterer Festivals. 2019 wurde sein erstes Solo Album „Unveiled“ („Aus dem Schatten“) mit Werken von Clara Schumann und Fanny Hensel veröffentlicht.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Riverside Studios Cologne.

Zum Nachhören
B.o.B. Berühren ohne Berührung, Vol. 14 mit Nare Karoyan und Judith Hoffmann
Moderation: Emily Whigham

Hochkarätige geballte Klassik-Frauenpower: Die armenische Pianistin Nare Karoyan und die deutsche Sopranistin Judith Hoffmann präsentieren ihr Programm „Dichterinnen - Ein Liederabend - Sappho bis Kaléko, Beethoven bis Weill“ nach einer Idee von Nare Karoyan.
Die beiden Künstlerinnen sagen zu ihrem Programm: „Mit diesem Liedprogramm geben wir uns und dem Publikum die Möglichkeit, einige der schönsten und eindrucksvollsten Gedichte von großen Dichterinnen und schreibenden Frauen wie Sappho, Riccarda Huch, Else Lasker-Schüler, Bettine von Arnim, Maria Stuart, Johanna Ambrosius, Mascha Kaléko und Nora Bossong zu erleben, die in Ihren Vertonungen zu einer besonderen Strahlkraft gelangen. - Große Komponisten und Komponistinnen von Beethoven bis heute haben sich den Texten dieser spannenden Frauen durch ihre musikalische Interpretation auf unterschiedlichste Weise genähert. Nicht immer war Ihnen dabei bewusst, dass es sich um die Gedichte einer Frau handelt, denn Frauen waren über Jahrhunderte häufig gezwungen unter einem männlichen Pseudonym oder unter dem Namen eines männlichen Kollegen veröffentlicht zu werden. - Dieser Liederabend ist unsere persönliche Hommage an die interessanten, schreibenden Frauen die sich über all die Jahrhunderte nicht haben beirren lassen und deren Gedichte ihren Weg bis heute auch als Lied auf unsere Konzertbühnen gefunden haben“

Naré Karoyan absolvierte ihre Ausbildung in Deutschland: Mit 16 Jahren war sie Jungstudentin an der Universität der Künste Berlin und absolvierte anschließend das Grundstudium an der Musikhochschule Köln. Ab 2007 studierte sie an der Musikhochschule Karlsruhe im Masterstudiengang. Im Februar 2010 wurde sie als Stipendiatin in die Yehudi Menuhin Förderung „Live Music Now Oberrhein e.V.“ aufgenommen. In einer Reihe von Spezialkursen unter namhaften Dozenten hat sie als Solistin und Kammermusikerin auch auf dem Gebiet der Alten Musik sowie der Zeitgenössischen Musik große Kompetenz erworben.

Judith Hoffmann wurde in Herdecke NRW geboren. Sie ist Preisträgerin beim Landeswettbewerb Gesang NRW 2006 im Bereich Oper und Operette und seit 2007 als Sopranistin auf zahlreichen Opern- und Konzertbühnen zu Gast. Ihr Operndebut gab Judith Hoffmann 2007 bei den Wernigeröder Schlossfestspielen als „Pamina“ in Mozarts „Zauberflöte“. Mit einem großen Oratorien-, Konzert- und Liedrepertoire verfolgt sie kontinuierlich eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Schwerpunkte ihres umfangreichen Repertoires bilden die großen oratorischen Werke des 18. bis 20. Jahrhunderts.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Riverside Studios Cologne oder auf der Homepage der Künstlerinnen.


Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

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B.o.B. Berühren ohne Berührung, Vol.13 mit dem Jerry Lu Quartett
Moderation: Emily Whigham

Swing, Groove, Energie: Der Sound des Jerry Lu Quartetts bewegt sich stilistisch zwischen swingendem und modernem Mainstream und trägt auch mit modernen Einflüssen das Feuer der Jazztradition weiter. Das Programm besteht aus bekannten Jazzstandards angereichert mit eigenen Kompositionen.
Jerry Lu ist Jazz-Pianist, seine Liebe gehört dem Straight Ahead Jazz und dem Great American Songbook von Cole Porter bis Hoagy Carmichael. Er komponiert auch eigene Stücke und arrangiert gern. Schon früh erzielte er musikalische Erfolge und gewann diverse 1. Preise und Förderpreise bei “Jugend Jazzt” und “Jugend Musiziert”. Er studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und nahm er Unterricht bei  Frank Chastenier (WDR Big Band), Martin Sasse und Rob Van Bavel.


Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

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B.o.B. Berühren ohne Berührung, Vol.12 mit Mike Herting
Moderation: Emily Whigham

Seit mehr als 20 Jahren bewegt sich Herting zwischen den Musiktraditionen von Europa, Indien und Westafrika. Darunter zahlreiche Großprojekte, wie beispielsweise die „Sai-Symphony“ für Orchester, Chor und 13 Solisten aus Indien, Westafrika und Europa, Produktionen, Konzerte und Tourneen mit der WDR-Big Band und dem Bundesjazzorchester. Sein „GlobalMusicOrchestra“ zeigt in wechselnden neuen Kombinationen von Musikern immer wieder interessante musikalische Begegnungen.

Der gebürtige Kölner erlernte das Klavierspiel bei seiner Großmutter. Später studierte er an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz. Er produzierte mit „New York – Rio – Tokyo“ den Welthit der Gruppe „Trio Rio“, schrieb Musik für Hörspiel, Schauspiel sowie Film und komponierte das Musical „Yellow Line“. Außerdem arbeitete er als Dirigent, Arrangeur und Komponist für die WDR Big Band. Mit BAP-Chef Wolfgang Niedecken und der WDR Big Band hat er das Album „Niedecken Köln“ aufgenommen. Zudem arbeitete er mit dem London Philharmonic Orchestra, der Bremer Kammerphilharmonie, dem WDR-Rundfunkorchester, der NDR-Bigband und der hr-Bigband zusammen.

Mike Herting, sagt zu seinem Solo-Konzert: „Seit so vielen Jahren mache ich nun schon Musik, habe Klassik und Jazz studiert, bin jahrzehntelang durch Indien und Afrika gereist und habe überall dort, wo ich war gelernt und mit Musikern gespielt. Das Konzert am Sonntag ist für mich der Höhepunkt meines musikalischen Lebens. Alle die musikalischen Dialekte, die ich gelernt habe, finden sich in diesem Konzert wieder. Clouds ist ein Stück, dass der bekannten kanadischen Singer-Songwriterin Joni Mitchell gewidmet ist, True Home und Ocean Dream streifen das Idiom des Jazz, in The Flower and the Thief finden sich indische Skalen und afrikanisches vermischt sich mit europäischem in den Stücken Afropa und Casamance."



Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

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B.o.B. Berühren ohne Berührung, Vol. 11 mit Onita Boone
Moderation: Emily Whigham

Die amerikanische Gospel-, Jazz-, Rock- und Soul-Sängerin Onita Boone verneigt sich mit diesem Konzert vor dem am 30. März 2020 im Alter von 81 Jahren in Los Angeles gestorbenen legendären Sänger und Songschreiber Bill Withers. Den internationalen Durchbruch schaffte Whiters im Jahre 1971 mit dem Song „Ain’t no Sunshine“, den er auch komponierte. Es folgten in den 70er und frühen 80er Jahren zahlreiche weitere Welthits, wie beispielsweise "Just the Two of Us" oder "Lean on Me". Withers gewann unter anderem mehrere Grammys und war in die Ruhmeshalle des Rock and Roll aufgenommen worden.

Onita Boone hatte verschiedene Engagements als Darstellerin und Backgroundsängerin. Sie stand mit vielen weltbekannten Künstlern auf der Bühne, wie z. B. Whitney Houston, Patti LaBelle, Mariah Carey, Take Six, Elton John, Faith No More, George Michael und Billy Preston. Im Jahre 1997 führte Onita Boone eines ihrer internationalen Engagements nach Hamburg, wo sie ihren jetzigen Ehemann, den Posaunisten Uli Plettendorff, kennenlernte. Seitdem lebt sie in Deutschland und wurde bei uns ein fester Bestandteil der musikalischen Szene


Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

Zum Nachhören:
Klavierabend mit dem belgischen Pianisten Florian Noack und der armenischen Pianistin Nare Karoyan.
Moderation: Emily Whigham



Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

Zum Nachhören:
Internet-Konzert „WILD LIFE“ aus den Riverside Studios Cologne
Mit Markus Stockhausen (Trompete), Simon Stockhausen (Sopran-Saxophon, Synthesizer & Elektronik) und Christian Thomé (Drums, Percussions & Elektronik). - Der Komponist Markus Stockhausen ist als Trompeter eine Klasse für sich. Kennzeichen seines Trompetenstils ist ein heller, klarer – der klassischen Musik entlehnter – Ton. Seine Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Jazz, Jazzrock, Weltmusik und Neuer Musik. Moderiert wird die Sendung von der Kölner Moderatorin Emily Whigham.

 


Quelle: Youtube/Riverside Studios Cologne

Text: H.-J. Breuer (-hjb-)
Bilder: B.o.B. / Riverside Studios

Aktuelle Online-Konzerte und Mitschnitte zum Nachhören finden Sie auf dem Youtube- Kanal der Riverside Studios Cologne und auf der Facebookseite.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite der Riverside Studios.

Tags: Corona-Hilfen Köln , Konzert online

Kategorien: Kultur